Ortsverein Geldersheim
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Castortransporte

Fragen und Antworten

  • Wieso gibt es überhaupt Castortransporte?
  • Ist inzwischen sichergestellt, dass es nicht wieder zu Kontaminationen kommt?
  • Transport zu Wiederaufarbeitung und Zwischenlager - Was ist der Unterschied?
  • Was geschieht bei der Wiederaufarbeitung?
  • Kann sich der einzelne gegen Castortransporte wehren?


In Kernkraftwerken wird nicht nur Strom sondern auch hochradioaktiver Müll erzeugt. Damit dem Kernkraftwerk die Betriebsgenehmigung erhalten bleibt, muß die Betreibergesellschaft einen Entsorgungsnachweis führen. Wiederaufarbeitung und Zwischenlagerung genügen der Gesetzgebung als "Entsorgungsnachweis". Da die Lagerkapazität im Kernkraftwerk begrenzt ist, sind von Zeit zu Zeit "Entsorgungstransporte" nötig. Hier kommt der sogenannte Castor zum Einsatz.

Im Frühjahr 1998 fanden die Behörden an der Außenhaut einiger Atommüllbehälter radioaktive Partikel. Diese Kontamination überschritt die Grenzwerte um das 3500fache ! Daraufhin verhängte die damalige Umweltministerin einen Transportstopp. Gleichzeitig versprach sie die vollständige Ursachenklärung. Obwohl die Beteiber keine Garantie geben können und eine fundierte Bewertung der Kontaminationen bislang fehlt, hat der Umweltminister die Genehmigung für neue Transporte erteilt. Auch für das Kernkrafwerk Grafenrheinfeld.

Sie werden wieder rollen, die Castoren, zur Wiederaufarbeitung oder ins Zwischenlager. Doch was ist der Unterschied zwischen den Transporten? Für den Transport in eines der Zwischenlager Ahaus bzw. Gorleben kommen Transport und Lagerbehälter zum Einsatz. Im Zwischenlager angekommen, stehen sie nun rund 40 Jahre um abzukühlen. Danach sollen die Behälter ihre letzte Ruhestätte in einem Endlager finden. Experten wie der Umweltsachverständigenrat gehen nicht davon aus, daß ein für alle Zeit sicheres Endlager gefunden werden kann. Eine Sackgasse also.

Für den Transport in eine Wiederaufarbeitungsanlage verwendet man reine Transportbehälter. Da diese nur für den relativ kurzen Zeitraum des Transports eingesetzt werden, müssen sie nur geringere Sicherheitsanforderungen erfüllen. Die WAA- Transportbehälter tragen Namen wie TN13/2 , TN 17/2 oder Excellox 6. Der Einfachheit halber auch Castor genannt.

In einem chemischen Verfahren werden hochgiftiges Plutonium und Uran abgetrennt. Hierfür sind zahlreiche Hilfsstoffe, Chemikalien und Werkzeuge notwendig. Die Endprodukte der Wiederaufarbeitung - Plutonium, Uran, hochradioaktiver verglaster Atommüll, leicht und mittelradioaktiver Atommüll müssen zurückgenommen und endgelagert werden. Die Wiederaufarbeitung ist also keine Entsorgung sondern eine Müllvermehrung. Wieder eine Sackgasse !

Doch was kann der Einzelne gegen diese Irrwege tun ?

Nehmen Sie Ihr Recht auf friedlichen Widerstand gegen die geplanten Transporte in Anspruch. Steigen Sie persönlich aus der Atomenergie aus. Wechseln Sie zu einem Anbieter der Ihnen garantiert sauberen Strom liefert.

Castor Plakat

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