Ortsverein Geldersheim
Ortsverein Geldersheim

Chronik der Geldersheimer SPD

Bereits in den 50er und frühen 60er Jahren gehörten Geldersheimer Bürger der SPD an, sie hatten sich dem Ortsverein Euerbach angeschlossen.

Der Ortsverein Geldersheim wurde am

1. Oktober 1966 im "Fränkischen Hof" gegründet.

Die Gründungsmitglieder waren:

Franz Adler-Willi-Dickmeis-Willi-Dressler-Franz Hertlein-Gustav Schneider

                             Walter Stumpf - Eduard Weigand

Zum ersten Vorsitzenden wurde Gustav Schneider gewählt, der den Ortsverein bis 1971 führte. Durch die rege Aktivität wuchs die Mitgliederzahl rasch an. Im Mittelpunkt stand die Durchführung der Bundestags- und Landtagswahlen mit Vorträgen der Abgeordneten Oskar Soldmann und Walter Langenbeck, später mit Werner Hollwich und Rudolf Müller. Von Anfang an beteiligte sich der Ortsverein auch an der Kommunalpolitik. 1972 wurde dann zum ersten Mal eine SPD-Liste aufgestellt. Gustav Schneider und "Bobby" Baumann rückten in den Gemeinderat ein. Nachfolger wurde dann Rudolf Seuffert. Willi Dickmeis übernahm von 1971 bis 1976 den Vorsitz des SPD-Ortvereins. Bedeutung über die Gemeinde hinaus erhielt die Geldersheimer SPD auch durch den Sitz von Willi Dickmeis im Kreistag von 1972 bis 1978.

Ende der 60er Jahre und Anfang der 70er Jahre entwickelte sich ein reges Vereinsleben. Erwähnt seien Fahrten nach Bonn, Berlin, Prag und Wien, die Beteiligung an Bezirks- und Landesparteitagen und Fahrten zu internationalen Frauentreffen im bayrischen Raum, Aufklärungversammlungen über medizinische und soziale Fragen sowie die Gründung einer Juso-Arbeitsgemeinschaft.

Von 1977 bis 1979 leitete Herbert Kirchner den Ortsverein, dessen Nachfolger Walter Löhr wurde. Walter Löhr war bis 1991 Ortsvereinsvorsitzender, insgesamt zwölf Jahre, die bisher längste Amtsperiode. In den 80er Jahren engagierte sich der Ortsverein vor allem in der Kommunalpolitik. Mit der Ortsvereinszeitschrift "Das Tor" werden die Bürger seit 1980 regelmäßig über die Vorstellungen der SPD zu örtlichen und allgemeinpolitischen Themen informiert. Bei den Gemeinderatswahlen 1978 hatte die SPD erneut zwei Mandate errungen; Willi Dickmeis und Gustav Schneider, für den dann wieder Rudolf Seuffert nachrückte, erhielten die Sitze.

1984 wurde Willi Dickmeis als Gemeinderat bestätigt, Klaus Jungmann zog erstmals in das Kommunalparlament ein. Klaus Jungmann errang 1985 auch einen Achtungserfolg als Bürgermeisterkandidat. Die Bürgerinnen und Bürger gaben dem ersten Bürgermeisterwettbewerber der Geldersheimer SPD immerhin 34,7 Prozent der Stimmen. Die beständige kommunalpolitische Arbeit trug Früchte, 1984 hatte die SPD ein richtungsweisendes kommunalpolitisches Programm erstellt, 1990 erzielte die Partei drei Gemeinderatsmandate. Klaus Jungmann, Irmgard Pawlak und Willi Dickmeis vertraten ab 1990 die sozialdemokratische Position im Gemeinderat. Im Mai 1992 rückte Rudolf Seuffert für Klaus Jungmann nach. Mit ihrer gewissenhaften und sachkundigen Arbeit gestalteten sie die Kommunalpolitik in unserer Gemeinde wesentlich mit, auch wenn sie angesichts der Mehrheitsverhältnisse ihre wohlbegründeten "besseren Vorschläge" nicht immer durchsetzen konnten.

Ab dem 07.07.1992 führte Hans-Dieter Gold-Schwab den Ortsverein. Ein Schwerpunkt bei der politischen Arbeit in den 90er Jahren lag auf dem Kampf gegen die geplante A 71. Als Alternative zu diesem Mammutprojekt mit immenser Landverschwendung und Landversiegelung wurde vom Ortsverein die Forderung nach einem 4-spurigen Ausbau der B 19 unterstützt, was auch viel schneller, billiger und ökologisch sinnvoller hätte verwirklicht werden können. Auch wenn die Autobahn nicht verhindert werden konnte, so wurde durch den Kampf gegen die Autobahn für die Bewohner Geldersheims ein gegenüber den Planungen deutlich verbesserter Lärmschutz erreicht.

Bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 1996 erreichte die Partei zwei Gemeinderatssitze: Irmgard Pawlak, die aus den Reihen des Gemeinderats auch zur 3. Bürgermeisterin gewählt wurde und Rudolf Seuffert vertraten die SPD im Gemeinderat.

Nach dem überraschenden Tod von Hans-Dieter Gold-Schwab im März 1998 übernahm der bisherige 2. Vorsitzende Georg Pawlak die Führung des Ortsverein. Große Hoffnung wurde im Bezug auf den Autobahnbau nach dem Sieg bei der Bundestagswahl im September 1998 auf die Rot-Grüne Koalition gesetzt, allerdings erfüllten sich die Erwartungen nicht. Aus Protest gegen die Verkehrspolitik der SPD trat die gesamte Vorstandschaft bei der Jahreshauptversammlung am 26.02 1999 zurück.

Nach den Neuwahlen am 17.03.2000, bei denen Georg Pawlak als 1. Vorsitzender gewählt wurde, wurde die Öffentlichkeitsarbeit des Ortsvereins verstärkt. Regelmäßig am 2. Dienstag im Monat findet der Stammtisch statt, zu dem auch Gäste herzlich willkommen sind (Vorankündigung im Internet, in GGN und Tagblatt). Dass der gesellige Teil der Ortsvereinsarbeit nicht zu kurz kommt, veranstaltet der Ortsverein jedes Jahr ein Sommerfest (mittlerweile schon das 28.) und führt eine Busfahrt durch. Außerdem beteiligt sich die SPD Geldersheim seit vielen Jahren regelmäßig am Ferienspaß der Gemeinde.

Im März 2002 fanden Kommunalwahlen statt. Bei diesen Wahlen stellte der Ortsverein eine "offene Liste" auf, bei der sich auch Nichtmitglieder für die Interessen des Ortsvereins einsetzten. Die Wahl ergab 2 Gemeinderatssitze für die SPD: Irmgard Pawlak und Claudia Cebulla. Irmgard Pawlak wurde als 2. Bürgermeisterin gewählt und vertritt seit dieser Zeit die Gemeinde Geldersheim bei Abwesenheit der 1. Bürgermeisterin.

Bei den Neuwahlen im März 2006 wurde die bisherige Vorstandschaft im Amt bestätigt, die auch gleich das nächste Großereignis der Partei ins Auge fasste: Die Vorbereitung des 40-jährigen Jubiläums des Ortsvereins. Dies wurde dann am 7.10.2006 im Fränkischen Hof gefeiert. Bei dieser sowohl von den ansässigen Ortsvereinsvorsitzenden als auch von befreundeten SPD-Ortsvereinen und Genosssen sehr gut besuchten Veranstaltung stellte der Bezirksvorsitzende und MdB Walter Kolbow als Festredner in seiner mitreissenden Rede die Zusammenhänge zwischen der Geschichte der Bundes-SPD, der Bundesrepublik Deutschland und des Jubiläumsvereins in den Vordergrund. Bei dieser Veranstaltung wurden mehrere Mitglieder für langjährige Treue zum SPD-Ortsverein geehrt.

Bei den Kreisvorstandswahlen am 21. April 2007 wurde Irmgard Pawlak als stellvertretende Kreisvorsitzende in den geschäftsführenden Kreisvorstand gewählt.

Die Kommunalwahl 2008 - wiederum mit einer offenen Liste - ergab für die SPD das gleiche Ergebnis wie 2002, Irmgard Pawlak und Claudia Cebulla wurden in den Gemeinderat gewählt. Bei der Wahl zur 2. Bürgermeisterin stellte sich Irmgard Pawlak diesmal nicht zur Wahl, allerdings wurde sie als ständige Vertreterin der 1. und 2. Bürgermeisterin gewählt. Seit 2008 ist die Gemeinderätin Irmgard Pawlak auch Seniorenbeauftragte der Gemeinde Geldesheim. d. h. sie ist das Bindeglied zwischen der Gemeinde und der kirchlichen und vereinsmäßigen Seniorenarbeit.

Im September 2008 fand die Landtagswahl satt, die SPD erzielte in Geldersheim 16,6% der Stimmen und war damit wieder zweite politische Kraft in der Gemeinde.

Bei der Gemeinderatssitzung vom 15.04.2010 schied Claudia Cebulla aus persönlichen Gründen aus dem Gemeinderat aus. Der Listennachfolger, Herbert Ziegler, der bei der Kommunalwahl 2008 nur eine Stimme weniger erzielt hatte als Claudia Cebulla, wurde in der Gemeinderatssitzung am 06.05.2010 als Gemeinderat vereidigt und nimmt dieses Amt seit dieser Zeit gewissenhaft ein.
 Auch bei der Kommunalwahl 2014 wurden Irmgard Pawlak und Herbert Ziegler wieder in den Gemeinderat gewählt. In dieser Wahlperiode wurde auf Antrag der SPD beschlossen, dass sowohl für Eltern als auch für Pflegebedürftige die Windelsäcke kostenfrei abgegeben werden. Der Antrag zum Aufstellen von Hunde-Toiletten, der in der letzten Wahlperiode noch von allen anderen Gruppierungen abgelehnt wurde, wurde jetzt wieder aufgegriffen und fand eine Mehrheit. Wichtiges Vorhaben für die nächste Zeit wird die Ausarbeitung einer sinnvolle Nachnutzung des Konversionsgeländes der ehemaligen Conn-Barracks

sein.

 

 

In die seit Jahren bewährte Vorstandschaft wurde bei der Jahreshauptverammlung im April 2016 Dominik Schüler als weiterer stellvertretender Vorsitzender gewählt. Mit dieser Wahl wurde die Verjüngung der Vorstandschaft eingeleitet.

Über die ganzen Jahre hinweg beteiligt sich der SPD-Ortsverein am Ferienspaß der Gemeinde, führt regelmäßig ein Sommerfest durch, bei dem auch die Ehrungen verdienter Mitglieder stattfindet und organisiert jährlich eine eintägige Busfahrt,  bei der die Teilnehmer durch Stadtführungen der Städte Heidelberg, Schwäbisch-Hall, Erfurt, Weimar, Goslar, Mainz und Speyer, Ansbach, Amberg und Eisenach kennen lernten, außerdem wurde eine Busfahrt nach Abensberg zur Brauerei Kuchlbauer mit dem 'Hundertwasser-Turm' und eine Schifffahrt zum Kloster Weltenburg organisiert.

 

 

Am 05.11.2016 feierte der Ortsverein sein 50-jähriges Bestehen im Fränkischen Hof. Zu dieser Jubuliäumsfeier im festlich und mit alten Plakaten geschmückten Saal kamen fast alle Vorsitzenden der Gelderheimer Ortvereine und vieler SPD- Ortsvereine und gratulierten zu unserem Jubiläum. Die Festrednerin Inge Aures (Landtagsvizepräsidentin) begeisterte die Anwesenden mit ihrer temperamtentvollen und mitreißenden Rede, vorgetrage im oberfränkischen Dialekt und machte den Zuhörern klar, was die Gesellschaft der SPD alles zu verdanken hat. Bei der Veranstaltung wurden mehrere Mitgleider für langjährige Treue zur SPD geehrt.

 

Ziel des Ortsvereins ist es, weiter im Dorfleben aktiv zu sein und dabei die Ideen der SPD zu vertreten. Über neue Mitglieder werden wir uns daher sehr freuen und weisen nochmals darauf hin, dass auch Gäste bei unserem Stammtisch immer gern gesehen sind. 

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